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GSG MP40 in 9 mm Luger im Test: die legale MP40 für den Schießstand

GSG MP40 9 mm Luger Test 2026: Selbstladebüchse ab 656 EUR

TargetTalk Redaktion 7. September 2026 8 Min. Lesezeit
TargetTalk Test

GSG MP40 in 9 mm Luger im Test: die legale MP40 für den Schießstand

8.4 / 10

Technische Daten

Produkt
GSG MP40 Kaliber 9 mm Luger
Hersteller
German Sport Guns GmbH
Referenz
940.00.08
System
Selbstladebüchse, halbautomatisch, aufschließend
Kaliber
9 mm Luger (9x19 mm)
Lauflänge
254 mm, kaltgeschmiedeter Spezialstahl, 6 Züge
Dralllänge
406 mm
Gesamtlänge
605 bis 825 mm (Schulterstützbügel klappbar)
Gewicht
3.720 g
Magazin
10 Schuss
Visierung
Justierbare Klappkimme, 5 Wechselkorne
Material
Zinkdruckguss-Gehäuse, Stahlverschluss, Metallgriffstück
Lieferumfang
Waffe, Magazin, 5 Wechselkorne, Bedienungsanleitung
UVP
729,01 EUR
Marktpreis
656,11 EUR bei WaffenPro

Pro

  • Authentische MP40-Optik in legaler, halbautomatischer Ausführung
  • Aufschließendes System mit massivem Stahlverschluss: gute Trefferlage
  • Kaltgeschmiedeter Spezialstahl-Lauf mit 254 mm und 6 Zügen
  • Fünf Wechselkorne plus justierbare Klappkimme
  • 3.720 g Gewicht schlucken den 9-mm-Rückstoß fast vollständig
  • Günstige Munitionskosten für Training und Vereinsbetrieb

Fazit

Die GSG MP40 ist keine Präzisionsmaschine, sondern eine ehrliche Spaßwaffe mit historischem Gesicht - und als solche gelungen. Der aufschließende Stahlverschluss hebt sie technisch klar über einfache Blowback-Nachbauten, die Wechselkorne erlauben eine saubere Anpassung der Treffpunktlage, und das hohe Gewicht macht sie auf dem Stand ausgesprochen angenehm. Wer eine Optikmontage oder mehr als zehn Schuss braucht, ist mit einer 9-mm-AR-Plattform besser bedient. Für Sportschützen und Sammler, die den MP40-Auftritt wollen, ist der aktuelle Marktpreis von 656,11 EUR fair.

Kaum eine Waffe der Militärgeschichte ist optisch so bekannt wie die MP40. German Sport Guns überführt die Silhouette in eine moderne, halbautomatische Selbstladebüchse im Kaliber 9 mm Luger – legal für Sportschützen und Sammler. Wir haben die GSG MP40 auf Verarbeitung, Handling, Visierung und Funktionssicherheit geprüft. Angeboten wird sie unter anderem bei WaffenPro.

Aufbau: Zinkdruckguss, Stahl und ein kaltgeschmiedeter Lauf

Gehäuse und Griffstück bestehen aus Zinkdruckguss, der Verschluss ist ein massiver, gefräster Stahlblock, und der 254 mm lange Lauf ist kaltgeschmiedet und gezogen (6 Züge, Dralllänge 406 mm). Anders als bei den historischen Vorbildern arbeitet die GSG MP40 mit aufschließendem System – der Schuss bricht also aus geschlossenem Verschluss, was der Präzision spürbar zugutekommt. Auszieherkralle und aktiver Ausstoßer sind kräftig dimensioniert; im Test gab es über mehrere hundert Schuss keine Störung mit handelsüblicher Fabrikmunition.

GSG MP40 Selbstladebüchse in 9 mm Luger mit eingeklapptem Schulterstützbügel
Klappbarer Schulterstützbügel: Die Gesamtlänge variiert zwischen 605 und 825 Millimetern.

Handling: 3,7 Kilogramm mit Charakter

Mit 3.720 Gramm ist die MP40 kein Leichtgewicht – genau das macht sie auf dem Stand aber angenehm. Der Rückstoß der 9-mm-Luger-Patrone verschwindet nahezu vollständig in der Masse, Folgeschüsse liegen dicht beieinander. Der klappbare Schulterstützbügel bringt die Gesamtlänge von 605 auf 825 Millimeter; ausgeklappt ergibt sich eine kurze, aber brauchbare Anschlaglänge. Der ergonomische Kunststoffgriff ist schlank und liegt auch mit Handschuhen sicher.

Detailansicht von Verschluss und Magazinschacht der GSG MP40
Massiver Stahlverschluss mit aufschließendem System – Grundlage für die gute Trefferlage.

Visierung: Klappkimme plus fünf Wechselkorne

Die Klappkimme entspricht optisch dem Original, lässt sich aber justieren. Ergänzt wird sie durch fünf mitgelieferte Wechselkorn-Einsätze unterschiedlicher Höhe: Damit gleicht man die Treffpunktlage für die eigene Laborierung und Distanz sauber aus, ohne an der Kimme zu basteln. Wer lieber mit Rotpunkt schießt, braucht eine Adapterlösung – eine Picatinny-Schiene gehört nicht zum Serienumfang. Ein geschlossenes Visier wie das Aimpoint Acro C-2 wäre an dieser Waffe technisch die naheliegende Wahl.

Magazin und Munition

Das 10-Schuss-Magazin in Stangenform sitzt wie beim Vorbild senkrecht vor dem Abzugsbügel und dient nicht als Haltegriff – die Führhand gehört an den Magazinschacht, nicht an das Magazin selbst. Die Waffe verdaut übliche 9-mm-Luger-Fabrikmunition; sehr schwache Trainingslaborierungen können den massiven Verschluss allerdings nicht immer zuverlässig zurückwerfen. Mit 124-grs-Vollmantel läuft sie am saubersten – etwa mit den Gebindegrößen aus unserem Beitrag zur richtigen Waffenpflege zu kombinieren, denn Weichblei und Schmauch setzen dem Verschlussstück auf Dauer zu.

GSG MP40 mit ausgeklapptem Bügel und eingesetztem 10-Schuss-Magazin
Zehn Schuss, senkrechter Magazinschacht – historisch korrekt und sportlich praktikabel.

Rechtliches: Was Sportschützen wissen müssen

Die GSG MP40 ist eine halbautomatische Selbstladebüchse und damit eine erlaubnispflichtige Langwaffe. Der Erwerb setzt einen Voreintrag auf der Waffenbesitzkarte voraus – bei Sportschützen über den Verband, bei Sammlern über die Sammlererlaubnis nach § 17 WaffG. Wichtig: Halbautomatische Langwaffen mit einer Gesamtlänge unter 60 cm sind verboten; die MP40 bleibt mit 605 mm eingeklappt knapp darüber und mit ausgeklapptem Bügel klar im legalen Bereich. Die Waffe darf nicht auf Vollautomatik umgebaut werden – jeder Eingriff in den Verschluss ist strafbar. Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen gibt unser Beitrag zum Waffenrecht 2026.

Preis und Einordnung

Bei einer UVP von 729,01 € liegt der aktuelle Marktpreis bei 656,11 € – rund zehn Prozent Ersparnis. In diesem Feld konkurriert die MP40 mit klassischen 9-mm-Selbstladebüchsen auf AR-Basis, die technisch moderner, aber optisch beliebig sind. Wer den historischen Auftritt will, findet kaum eine bessere Umsetzung. Die Preisentwicklung verfolgen wir in der Übersicht weiter unten.

Für wen lohnt sich die GSG MP40?

  • Sportschützen, die eine günstig zu schießende 9-mm-Langwaffe mit Charakter suchen.
  • Sammler historischer Designs, die eine legal erwerbbare, funktionsfähige Umsetzung wollen.
  • Vereins- und Trainingsschützen, denen der geringe Rückstoß und die niedrigen Munitionskosten entgegenkommen.
  • Weniger geeignet für Präzisionsdisziplinen auf Distanz und für Nutzer, die zwingend Optikmontage brauchen.

Häufige Fragen

Ist die GSG MP40 in Deutschland legal?

Ja. Sie ist eine halbautomatische Selbstladebüchse im Kaliber 9 mm Luger und damit erlaubnispflichtig, aber frei erwerbbar für Sportschützen mit Voreintrag auf der WBK sowie für Sammler mit entsprechender Erlaubnis.

Welche Munition passt in die GSG MP40?

Handelsübliche 9 mm Luger (9×19 mm). Am zuverlässigsten läuft die Waffe mit Vollmantelmunition um 124 grs; sehr schwache Trainingslaborierungen können den massiven Verschluss unter Umständen nicht sicher zurückwerfen.

Wozu dienen die fünf Wechselkorne?

Sie haben unterschiedliche Höhen und erlauben es, die Treffpunktlage auf die eigene Laborierung und Schussdistanz anzupassen, ohne die Klappkimme dauerhaft zu verstellen.

Kann ich ein Rotpunktvisier montieren?

Nicht ohne Zubehör – eine Picatinny-Schiene gehört nicht zum Serienumfang. Mit einem passenden Adapter über der Systemabdeckung lässt sich ein kompaktes Leuchtpunktvisier nachrüsten, was die authentische Optik allerdings verändert.

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