Schmeisser Range Bag im Test: Schießtasche für Pistolen, Magazine & Zubehör
Schmeisser Range Bag Test 2026: Pistolentasche fürs Schießstand-Equipment
Schmeisser Range Bag im Test: Schießtasche für Pistolen, Magazine & Zubehör
Technische Daten
- Produkt
- Schmeisser Range Bag (Pistolentasche)
- Hersteller
- Schmeisser GmbH, Krefeld
- Material
- Allwetter-600D-Polyester, verstärkte Doppelnähte
- Maße
- 61 × 41 × 25,4 cm
- Farben
- Schwarz, Grau
- Reißverschlüsse
- YKK, zusätzlich Klettsicherungen
- Innenausstattung
- Gepolsterte, anpassbare Trennfächer, abschließbares Hauptfach
- Außenfächer
- Laser-Cut-Fronttaschen, Hydrationsfach, Flaschenhalter
- Transport
- Gepolsterte Griffe, abnehmbarer Schultergurt
- Lieferumfang
- 1× Schmeisser Range Bag
Pro
- Sehr viel Stauraum – mehrere Pistolen plus komplettes Zubehör
- Gepolsterte, per Klett frei anpassbare Trennfächer
- Robustes 600D-Allwetterpolyester mit verstärkten Doppelnähten
- Leichtgängige YKK-Reißverschlüsse, abschließbares Hauptfach
- Gepolsterte Griffe und abnehmbarer Schultergurt
- Hydrationsfach und Flaschenhalter außen
Fazit
Die Schmeisser Range Bag ist keine Designstudie, sondern ein Arbeitsgerät: Wer mit zwei bis drei Pistolen, einem Dutzend Magazinen, Gehörschutz, Munition und Reinigungsset zum Stand fährt, bekommt hier eine Tasche, in der alles seinen festen, gepolsterten Platz hat. Material, Nähte und YKK-Reißverschlüsse machen einen langlebigen Eindruck, das abschließbare Hauptfach ist beim Transport im Auto ein echtes Plus. Abzüge gibt es für das hohe Eigengewicht bei voller Beladung und die fehlenden Magazin-Loops – wer die will, ergänzt eine Einsteck-Organizer-Tasche. Für den Preis von rund 147 € eine klare Empfehlung für Sportschützen, die ihren kompletten Standtag in einer Tasche transportieren wollen.
Die Schmeisser Range Bag – im Handel auch als „Schmeisser Pistolentasche" gelistet – ist eine großvolumige Schießtasche für Sportschützen, die ihr komplettes Standtag-Equipment in einem Gepäckstück transportieren wollen. 600D-Allwetterpolyester, gepolsterte Trennfächer und YKK-Reißverschlüsse versprechen Werkstattqualität statt Sporttaschen-Kompromiss. Wir haben die Tasche über eine Trainingssaison mit zwei Pistolen, einem Dutzend Magazinen und dem üblichen Kleinkram begleitet.
Konzept: eine Tasche für den ganzen Standtag
Wer regelmäßig Sportschießen betreibt, kennt das Gepäckproblem: Waffenkoffer, Munitionskiste, Gehörschutz, Reinigungsset, Notizbuch, Wasserflasche – am Ende sind es drei Behältnisse und zwei Wege zum Auto. Eine Range Bag löst das, indem sie den Waffenkoffer-Gedanken (gepolsterte Einzelfächer) mit dem Volumen einer Reisetasche kombiniert. Mit 61 × 41 × 25,4 cm liegt die Schmeisser-Tasche im oberen Mittelfeld dieser Gattung: groß genug für zwei bis drei Kurzwaffen plus Zubehör, aber noch handlich genug für den Kofferraum eines Kompaktwagens.
Material und Verarbeitung
Der Korpus besteht aus 600D-Polyester mit wasserabweisender Beschichtung. Das Gewebe ist deutlich steifer als bei klassischen Sporttaschen – die Tasche steht auch halbleer aufrecht, was das Packen am Schießstand spürbar erleichtert. Alle tragenden Nähte sind doppelt ausgeführt und an den Griffansätzen zusätzlich im Kreuzstich gesichert. Nach einer Saison mit Regenfahrten, staubigen Standböden und wiederholtem Vollbeladen zeigten sich weder aufgescheuerte Kanten noch gelängte Nähte.
Positiv fällt die Wahl der YKK-Reißverschlüsse auf. Sie laufen auch mit Handschuhen leicht, die großen Zipper-Zungen lassen sich blind greifen, und an mehreren Fächern ergänzt Klett die Sicherung. Genau an diesen Verschlüssen scheitern günstige Range Bags erfahrungsgemäß zuerst – hier ist das kein Thema.
Innenraum: gepolsterte Trennfächer statt fester Kammern
Das Hauptfach ist mit einer durchgehenden Polsterung ausgekleidet und lässt sich über klettbare Trennwände frei aufteilen. Wir sind mit drei Kammern gefahren: eine für die CZ Shadow 2 im Weichfutteral, eine für eine Glock 17 und eine breite Kammer für Munitionsschachteln. Wer stattdessen eine Kurzwaffe und viel Zubehör transportiert, baut in zwei Minuten um. Diese Flexibilität ist der große Vorteil gegenüber Taschen mit fest eingenähten Waffenfächern.
Das Hauptfach lässt sich zudem abschließen – ein Vorhängeschloss durch die beiden Zipper genügt. Das ersetzt keine vorgeschriebene Aufbewahrung nach Waffengesetz, verhindert aber den Griff Unbefugter beim kurzen Abstellen im Vereinsheim.
Außenfächer und Organisation
- Zwei Laser-Cut-Fronttaschen mit Klettpanel für Patches – Platz für Gehörschutz, Schießbrille, Multitool.
- Seitenfächer für Reinigungsstab, Ölfläschchen und Schraubendreher.
- Hydrationsfach mit Durchführung sowie ein offener Flaschenhalter außen.
- Flaches Deckelfach für Papiere, Schießbuch und Waffenbesitzkarte.
Was fehlt: dedizierte Magazin-Loops. Magazine landen entweder lose in einer Trennkammer oder in den Fronttaschen. Wer viele Mags sortiert transportieren will, ergänzt einen Einsteck-Organizer – oder befüllt sie ohnehin erst am Stand, etwa mit dem Nine Reloaded Speedloader.
Tragekomfort in der Praxis
Die gepolsterten Doppelgriffe werden per Klettmanschette zusammengefasst und liegen angenehm in der Hand. Der abnehmbare Schultergurt ist breit gepolstert und ausreichend lang für Winterjacken. Ehrlich bleiben muss man beim Gewicht: Mit zwei Pistolen, 500 Schuss 9-mm-Übungsmunition und Zubehör kommt man schnell über 15 kg. Das trägt sich vom Parkplatz zum Stand problemlos, für längere Fußwege wäre ein Rucksacksystem angenehmer – das ist aber gattungsbedingt und kein Konstruktionsfehler.
Wetterfestigkeit
Nach einem Standtag im Dauerregen war der Inhalt trocken; Wasser perlt am beschichteten Gewebe ab und die Bodenpartie zieht auf nassem Untergrund keine Feuchtigkeit. Eine vollwertige Dry-Bag-Dichtigkeit darf man von den Reißverschlüssen nicht erwarten – bei stundenlangem Stehen im Regen empfiehlt sich eine Plane. Für die realistische Nutzung zwischen Auto und überdachtem Stand reicht der Schutz vollkommen.
Für wen lohnt sich die Schmeisser Range Bag?
- Sportschützen mit mehreren Kurzwaffen, die alles in einem Gang transportieren wollen.
- IPSC- und Action-Schützen mit viel Munition und Zubehör pro Match.
- Vereinsausbilder, die Leihwaffen und Trainingsmaterial mitnehmen.
- Behördenschützen und Teilnehmer von Einsatztrainings, die eine robuste Einsatztasche brauchen.
Weniger geeignet ist sie für reine Langwaffen-Schützen: Für Büchse oder Flinte braucht es ein passendes Futteral, das es bei WaffenPro ebenfalls im Programm gibt.
Preis und Einordnung
Die UVP liegt bei 189 €, aktuell ist die Tasche für rund 147 € zu haben. Damit liegt sie zwischen den 60–90-€-Einsteigertaschen und den 250-€-Modellen etablierter Taktik-Ausrüster. Angesichts der Materialqualität, der YKK-Verschlüsse und des durchdachten Fächerkonzepts halten wir den Preis für angemessen – zumal die Tasche im Test nach einer Saison keinerlei Verschleißspuren zeigte. Wer weiteres Schmeisser-Zubehör nutzt, etwa das Reinigungsset oder die Reinigungsmatte, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Häufige Fragen
Wie viele Pistolen passen in die Schmeisser Range Bag?
Bei 61 × 41 × 25,4 cm Innenmaß lassen sich zwei bis drei Kurzwaffen in gepolsterten Trennkammern unterbringen – zusätzlich bleibt Platz für Munition, Magazine und Reinigungszubehör. Die Aufteilung erfolgt über frei verschiebbare Klett-Trennwände.
Ist die Tasche wetterfest?
Das beschichtete 600D-Allwetterpolyester weist Spritzwasser und Nässe zuverlässig ab, der Inhalt bleibt bei Regen zwischen Auto und Stand trocken. Vollständig wasserdicht im Sinne einer Dry Bag ist sie durch die Reißverschlüsse nicht.
Erfüllt die Range Bag die gesetzliche Aufbewahrungspflicht?
Nein. Eine Tasche ist ausschließlich Transportbehältnis. Waffen müssen zu Hause in einem zugelassenen Sicherheitsbehältnis verwahrt werden; beim Transport gilt, dass Waffe und Munition getrennt sowie nicht zugriffsbereit befördert werden. Das abschließbare Hauptfach erhöht lediglich die Diebstahlhemmung.
Gibt es Magazinfächer in der Tasche?
Dedizierte Magazin-Loops fehlen. Magazine werden in den Laser-Cut-Fronttaschen oder in einer eigenen Trennkammer transportiert. Wer sortierten Zugriff will, ergänzt einen kleinen Einsteck-Organizer.
Artikel teilen













