Waffensachkunde nach § 7 WaffG: Ablauf, Kosten, Fragenkatalog und Tipps zur Prüfung
Waffensachkunde 2026: Ablauf, Kosten & Fragenkatalog (§ 7 WaffG)
Wer legal eine Schusswaffe erwerben will, muss Sachkunde nachweisen. Die Waffensachkundeprüfung ist kein Hexenwerk – mit guter Vorbereitung schaffen sie die meisten im ersten Anlauf. Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Was ist die Waffensachkunde?
Nach § 7 WaffG muss jeder, der eine waffenrechtliche Erlaubnis beantragt, ausreichende Kenntnisse über Waffenrecht, Waffentechnik und den sicheren Umgang nachweisen. Die Details regeln die §§ 1 bis 3 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV).
Wer braucht sie?
- Sportschützen, die eine Waffenbesitzkarte beantragen.
- Sammler und Erben, die Waffen schussbereit behalten wollen.
- Jäger haben sie mit bestandener Jägerprüfung bereits – mehr dazu in Jagdschein-Prüfung: Ablauf, Fragen, Tipps.
Für den Kleinen Waffenschein ist keine Sachkunde nötig.
So läuft es ab
- Lehrgang: meist über den Schießsportverband (z. B. DSB, BDS) oder einen anerkannten Anbieter, oft an zwei Wochenenden oder mehreren Abenden.
- Theoretische Prüfung: schriftlich, meist im Multiple-Choice-Format.
- Praktische Prüfung: sicherer Umgang, Laden, Entladen, Störungsbeseitigung, Verhalten am Stand.
- Zeugnis: wird mit dem Antrag auf Waffenbesitzkarte bei der Behörde eingereicht.

Was kostet die Waffensachkunde?
Lehrgang und Prüfung kosten je nach Anbieter und Region grob 150 bis 400 €. Manche Vereine bieten vergünstigte Kurse für Mitglieder an. Hinzu kommen später Gebühren der Behörde für die Waffenbesitzkarte. Eine Gesamtrechnung findest du im Preis-Guide 2026.
Themen im Fragenkatalog
Einen bundesweit einheitlichen, amtlichen Fragenkatalog gibt es nicht – die Verbände und Prüfungsausschüsse nutzen eigene Fragen. Die Themen sind aber überall ähnlich:
- Waffenrecht: Erlaubnisarten, Erwerb, Besitz, Führen, Transport, Aufbewahrung, verbotene Gegenstände.
- Waffentechnik: Funktionsweisen, Kaliber, Munition, Sicherungen.
- Ballistik: Gefahrenbereiche, Abpraller, Reichweiten.
- Sicherer Umgang: Sicherheitsregeln, Störungen, Standordnung.
- Notwehr und Notstand: Grundlagen der §§ 32 ff. StGB.
Tipps für die Prüfung
- Aufbewahrungsregeln und Transportvorschriften sicher lernen – sie kommen fast immer dran.
- Praxis vorher im Verein üben, besonders Entladen und Sicherheitsprüfung.
- Übungsfragen des Verbands mehrfach durchgehen.
- Am Prüfungstag ruhig bleiben: Sicherheit geht vor Geschwindigkeit.
Und danach?
Mit Sachkunde und Bedürfnis kannst du die Waffenbesitzkarte beantragen. Welche Modelle sich für den Start eignen, zeigen unser Vergleich Glock 17 vs. Glock 19 und der AR-15-Kaufratgeber. Gehörschutz und Schutzbrille für den Lehrgang gibt es bei WaffenPro.
Häufige Fragen
Wie lange ist die Waffensachkunde gültig?
Die Sachkunde verfällt nicht. Das Zeugnis gilt grundsätzlich unbefristet.
Brauchen Jäger eine zusätzliche Waffensachkunde?
Nein. Mit bestandener Jägerprüfung gilt die Sachkunde als nachgewiesen.
Gibt es einen offiziellen Fragenkatalog?
Einen bundesweit einheitlichen amtlichen Katalog gibt es nicht. Verbände und Prüfungsausschüsse nutzen eigene Fragen zu denselben Themen.
Was passiert, wenn ich durchfalle?
Die Prüfung kann wiederholt werden. Die Bedingungen legt der jeweilige Anbieter oder Prüfungsausschuss fest.
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