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Glock-Pistolen: Alle wichtigen Modelle im Überblick

Glock Pistolen Modelle 2026: Übersicht von Glock 17 bis Glock 45

TargetTalk Redaktion 12. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit

Glock baut seit 1982 Pistolen, und inzwischen gibt es Dutzende Modelle. Die Zahlen wirken auf den ersten Blick chaotisch: Glock 17, 19, 26, 34, 43, 45, 48 … Diese Übersicht der Glock-Pistolen sortiert die wichtigsten Modelle nach Größe und Einsatz, damit du schnell findest, welche zu dir passt. Wer mehr zur Firma wissen möchte, liest unser Glock-Markenporträt.

Woher kommt Glock?

Glock stammt aus Deutsch-Wagram in Österreich. Gaston Glock entwickelte die erste Pistole Anfang der 1980er-Jahre für das österreichische Bundesheer. Das Ergebnis, die Glock 17, setzte mit ihrem Polymergriffstück und dem einfachen „Safe Action“-Abzug neue Maßstäbe. Heute werden Glocks in Österreich und den USA gefertigt.

So liest du die Modellnamen

Die Nummern folgen keiner Größenlogik, sondern meist der Reihenfolge der Entwicklung. Dazu kommen Zusätze:

  • Gen (1–6): Generation des Designs.
  • MOS: Modular Optic System, Schlitten mit Fräsung für Red Dots.
  • FS: Front Serrations, Griffrillen vorne am Schlitten.
  • C: Compensated, Schlitzungen im Lauf zur Rückstoßreduzierung.
  • COA: Version mit werksseitig montierter Optik (bei neueren Modellen).

Standardgröße

Glock 17

Die Urglock im Kaliber 9 mm Luger mit 17-Schuss-Magazin. Sie ist bei Polizei, Militär und Sportschützen gleichermaßen verbreitet und für Einsteiger die vielleicht sinnvollste Glock-Pistole in 9 mm. Sie ist bei vielen Herstellern Referenz für Holster und Zubehör.

Glock 22 und 21

Die Glock 22 ist die Standardgröße in .40 S&W, die Glock 21 in .45 ACP. In Deutschland sind sie seltener, weil 9 mm im Sport dominiert.

Compact

Glock 19

Etwas kürzer und niedriger als die 17, mit 15-Schuss-Magazin. Sie ist sehr beliebt, weil sie handlich ist und trotzdem gut in der Hand liegt. Den direkten Vergleich zeigt unser Artikel Glock 17 vs. Glock 19.

Glock 45 und 19X

Diese „Crossover“-Modelle kombinieren den kurzen Schlitten der Glock 19 mit dem langen Griffstück der Glock 17. Die Glock 45 gibt es auch als MOS-Version, etwa als „Hunter Edition“. Mehr dazu im Porträt Glock 34 und 19X.

Subcompact

Glock 26

Das kleine „Baby“ mit kurzem Griff und 10-Schuss-Magazin. Sie ist für verdecktes Tragen bei Behörden gedacht. Im Sport wird sie selten geschossen, weil der kurze Griff weniger Kontrolle bietet.

Slimline

Glock 43 und 43X

Die Glock 43 ist eine schlanke, einreihige 9-mm-Pistole mit 6-Schuss-Magazin. Die 43X hat einen längeren Griff mit 10 Patronen. Beide sind besonders flach.

Glock 48

Wie die 43X, aber mit längerem Schlitten. Sie ist so lang wie die Glock 19, aber deutlich schmaler.

Competition

Glock 34

Die Sportversion der 17 mit langem Schlitten und Lauf. Längere Visierlinie, mehr Gewicht vorne und meist ein leichterer Abzug machen sie zur ersten Wahl für IPSC und andere dynamische Disziplinen. Als MOS-Variante ist sie für Red Dots vorbereitet.

Glock 17L und 35

Die 17L hat einen noch längeren Lauf, die 35 ist die Competition-Version in .40 S&W.

Generationen kurz erklärt

Die meisten aktuellen Modelle sind Gen 5 oder die neue Gen 6. Gen 4 brachte austauschbare Griffrücken, Gen 5 entfernte die Fingerrillen und brachte den Marksman-Lauf, Gen 6 überarbeitet Griff, Schlitten und Optikmontage. Den direkten Vergleich zeigt Glock 17 Gen 5 vs. Gen 6.

Welche Glock passt zu dir?

  • Einstieg Sportschießen: Glock 17 Gen 5 oder Gen 6.
  • Dynamischer Sport (IPSC): Glock 34, ideal als MOS-Variante.
  • Kompakt, aber griffig: Glock 19 oder 45.
  • Sehr schlank: Glock 43X oder 48.

Für den Erwerb brauchst du in Deutschland eine Waffenbesitzkarte und ein nachgewiesenes Bedürfnis, etwa als Sportschütze.

Zubehör

Für Glocks gibt es enorm viel Zubehör: Holster, Magazine, Abzüge wie der Glock Performance Trigger, Visierungen und einen Glock-Pistolenkoffer für den Transport. Viele Teile passen nur zu bestimmten Generationen – prüfe das vor dem Kauf.

Fazit

Die Glock-Familie lässt sich gut nach Größe sortieren: Standard, Compact, Subcompact, Slimline und Competition. Für die meisten Sportschützen sind Glock 17 und 34 die sinnvollsten Modelle. Das komplette Sortiment findest du bei WaffenPro.

Die wichtigsten Modelle in 9 mm Luger

ModellGrößeStandardmagazinTypischer Einsatz
Glock 17Standard17Sport, Dienst, Einstieg
Glock 19Compact15Dienst, Allround
Glock 19X / 45Crossover17Allround, Sport
Glock 26Subcompact10verdecktes Tragen
Glock 34Competition17IPSC, dynamischer Sport
Glock 43 / 43XSlimline6 / 10sehr flach
Glock 48Slimline lang10flach, längere Visierlinie

Die Magazinangaben beziehen sich auf die Standardmagazine. Länder- und Versionsunterschiede sind möglich.

Weitere Kaliber

Neben 9 mm Luger gibt es Glocks in .40 S&W, 10 mm Auto, .45 ACP, .357 SIG und .380 ACP. In Deutschland sind vor allem 9 mm, .45 ACP (Glock 21, 30, 41) und 10 mm (Glock 20, 29, 40) im Sport zu finden. Die Glock 40 und 41 sind die langen Competition-Varianten dieser Kaliber. Für die Jagd als Fangschusswaffe werden auch größere Kaliber genutzt; welche Waffe dafür zulässig ist, regelt das Landesrecht.

Glock 45 MOS Hunter Edition

Unter Bezeichnungen wie „Hunter Edition“ bringt Glock Sondermodelle mit besonderer Farbe und Ausstattung heraus. Die Glock 45 MOS als Crossover verbindet den kurzen Schlitten mit dem vollen Griff – eine Größe, die gut in der Hand liegt und trotzdem handlich bleibt. Bei Sondermodellen lohnt ein Blick in die genaue Ausstattung, da Visierung, Farbe und Zubehör variieren können.

Was die Generationen unterscheidet

GenerationWichtige Merkmale
Gen 1–2Urform, glatter bzw. strukturierter Griff
Gen 3Fingerrillen, Daumenauflagen, Schiene am Rahmen
Gen 4Austauschbare Griffrücken, doppelte Schließfeder, vergrößerter Magazinhalter
Gen 5Ohne Fingerrillen, beidseitiger Schlittenfang, Marksman-Lauf, Magazinschacht ausgestellt
Gen 6Überarbeiteter Griff und Schlitten, neue Optikmontage

Glock im Sport: ein paar Tipps

Für den Einstieg reicht eine Serienpistole völlig. Bevor du in Tuning investierst, lohnt sich Training. Erst wenn du merkst, dass ein Teil dich limitiert, solltest du es tauschen. Oft sind es zuerst die Visierung und der Abzug. Für die Division Production gelten Einschränkungen bei Tuning, für Production Optics bei der Optikmontage. Die Sportordnung deines Verbandes gibt die Details vor.

Glock-Pistolenkoffer und Zubehör im Lieferumfang

Glocks werden in einem Koffer mit Magazinen, Ladehilfe und Reinigungsbürste geliefert. Bei Gen 4 und neuer liegen austauschbare Griffrücken bei, bei MOS-Modellen Adapterplatten. Beim Gebrauchtkauf solltest du prüfen, ob alles vollständig ist. Fehlende Teile lassen sich meist nachkaufen, kosten aber extra.

Pflege

Glocks sind pflegeleicht. Nach dem Schießen reinigst du Lauf, Verschluss und Führungsschienen. Glock empfiehlt nur sehr wenig Öl an bestimmten Stellen; zu viel Öl zieht Schmutz an. Die Zerlegung ist einfach: Waffe entladen, Abzug betätigen, Schlitten etwas zurückziehen, Zerlegehebel nach unten ziehen und Schlitten nach vorne abnehmen.

Glock oder Alternative?

Glock ist nicht die einzige Polymerpistole. Interessante Alternativen sind etwa die Heckler & Koch SFP9 oder die CZ P-10. Wer lieber eine schwerere Stahlpistole für Präzision möchte, schaut sich Tanfoglio oder die CZ Shadow 2 an. Am besten probierst du mehrere Modelle auf dem Schießstand aus.

Praxisbeispiel: die erste Glock

Eine Sportschützin mit mittelgroßen Händen sucht ihre erste Pistole für Vereinstraining und spätere Wettkämpfe. Sie hält Glock 17, 19 und 34 in der Hand. Die 19 liegt gut, aber der kurze Griff lässt den kleinen Finger in der Luft. Die 34 ist ihr für den Anfang zu lang. Sie entscheidet sich für die Glock 17 und passt den Griffrücken an. Ein Jahr später ergänzt sie eine Glock 34 MOS für dynamische Disziplinen.

So findest du die richtige Größe

Nimm die Pistole in die Hand, ohne den Griff zu verdrehen. Die Laufachse sollte gerade in Verlängerung deines Unterarms liegen. Der Zeigefinger muss den Abzug mit dem ersten Glied erreichen. Alle Finger sollten Platz am Griff haben. Wenn das passt, ist die Größe richtig.

Kleines Glossar

Safe Action
Glocks Abzugssystem mit mehreren automatischen Sicherungen.
MOS
Schlitten mit Fräsung für Red Dots.
Crossover
Kurzer Schlitten auf langem Griff, z. B. Glock 45.
Slimline
Schlanke, einreihige Modelle wie Glock 43X und 48.
Griffrücken
Austauschbares Teil hinten am Griff zur Größenanpassung.

Unsere Einschätzung

Für die meisten Sportschützen ist die Glock 17 der vernünftige Start, die Glock 34 der logische nächste Schritt für dynamische Disziplinen. Wer kleinere Hände hat oder etwas Handliches sucht, probiert die Glock 19 oder 45. Die Slimline-Modelle sind vor allem für Behörden und verdecktes Tragen gedacht und im Sport eher Nischen.

Was Einsteiger am häufigsten falsch machen

  • Nach Optik statt nach Griffgefühl entschieden.
  • Zu früh in Tuning investiert.
  • Zubehör ohne Generationsprüfung gekauft.
  • Zu viel Öl verwendet.
  • Vor dem Kauf nicht probegeschossen.

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Häufige Fragen zu Glock-Pistolen

Welche Glock ist die beste für Einsteiger?

Für Sportschützen ist die Glock 17 eine sehr gute Wahl: 9 mm Luger, guter Griff, viel Zubehör. Wer dynamisch schießen möchte, schaut sich die Glock 34 an.

Woher kommt Glock?

Glock ist ein österreichischer Hersteller aus Deutsch-Wagram. Die erste Pistole, die Glock 17, entstand Anfang der 1980er-Jahre für das österreichische Bundesheer.

Was bedeutet MOS bei Glock?

MOS steht für Modular Optic System. Der Schlitten hat eine Fräsung mit Adapterplatten, auf die ein Leuchtpunktvisier montiert werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen Glock 17 und 19?

Die Glock 19 ist kürzer und niedriger und hat ein 15-Schuss-Magazin statt 17. Beide sind in 9 mm Luger.

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